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Interview mit Maria – Fernwehzauber!

Wer bist Du und was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Ich bin Maria, 26 Jahre jung, Dorfkind, weltoffen, sonnenbrandgefährdet und leider auch ein kleiner Sportmuffel. Mein größtes Manko: Wenn ich nicht reise, kann ich mich stundenlang in Reise-Blogs oder Vlogs verlieren! Ich liebe es einfach, mich von Geschichte zu Geschichte zu klicken und die Erfahrungen von anderen Gleichgesinnten zu verschlingen. So sieht quasi mein Tag aus – abgesehen von meiner Arbeit in einer Online Marketing Agentur (ja, auch ich muss Geld zum Reisen verdienen), Koch- und Filmeabenden mit meinen Liebsten oder Streifzügen durch Münchens Innenstadt.

Bevors um Deinen Blog geht, zuerst eine kleine Story zum Warmwerden. Was war Dein bisher schrecklichster Tag auf Reisen? Erinnerst Du Dich?

Toi, toi, toi. Bisher kann ich mich echt glücklich schätzen, dass ich noch nichts wirklich Schlimmes auf meinen Reisen erlebt habe. Aber wenn ich darüber nachdenke, finde ich es immer ganz furchtbar, wenn ich merke, dass sich der Tourismus nachteilig für eine Region oder die Menschen dort entwickelt. Bestes Beispiel: die Halong-Bucht in Vietnam– eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Ich habe mich echt darauf gefreut und wurde dann aber gleich zu Beginn richtig enttäuscht. Nicht nur, dass wir bei unserer Bootstour mal so richtig über den Tisch gezogen wurden und ungefähr das Doppelte bezahlt haben als manch andere Passagiere. Nein, die ganze Tour war eine einzige Massenveranstaltung und wir hatten keine richtige Zeit, diese wahnsinnig schöne Landschaft auf uns wirken zu lassen. Und das Schlimmste: Man konnte schnell sehen, dass die vielen Schiffe und Veranstalter auch der Natur nicht unbedingt gut taten. Überall hinterließen sie ihren Müll und ihre Spuren. Ein perfektes Beispiel also dafür, dass (Massen-)Tourismus auch echt von Nachteil sein kann. Echt traurig… deswegen habe ich garantiert nicht Tourismus studiert!

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Und jetzt Dein bisher schönster Trip – wo hat es Dir am Besten gefallen?

Ganz klar: Auf Lombok und dem Rinjani! Ich liebe einfach diese Insel, die Gott sei Dank noch im Schatten von Bali liegt und noch nicht so touristisch erschlossen ist. Ich stelle mir immer vor, das Lombok das Bali vor 30 Jahren ist. Und das ist auch gut so! Denn nur so kann man noch ganz alleine an traumhaft schönen Stränden liegen oder durch die Landschaft wandern. Lombok hat landschaftlich und kulturell so viel zu bieten! Und mein absolutes Highlight: Der Blick um 6 Uhr morgens, nach einer kräftezehrenden 2 Tages-Tour am Gipfel des Mount Rinjani. Unter dir liegt gefühlt die ganze Welt und du hast einen einmaligen Blick in das Innere des Vulkans mit seinem Kratersee und einem Mini-Vulkan. Auch wenn die Tour wohl das anstrengendste war, was ich je gemacht habe: Der Blick von da oben, in 3.726m Höhe, war das Schönste, was ich bisher gesehen habe!

Von deinen Reiseerlebnissen erzählst Du auch auf Deinem Blog. Wie kam es dazu?

In meinem Masterstudiengang entschied ich mich für ein Auslandssemester auf Bali. Warum? Weil ich verrückt war. Ich war zuvor genau zweimal mit der Schule im Ausland. Ansonsten bevorzugte ich Familienurlaube im Harz oder dem Bayerischen Wald. Aber irgendwie zog es mich in die weite Welt und von da an werde ich dieses Fernweh einfach nicht mehr los. Ich habe in dieser Zeit und auf meinen späteren Reisen so viel erlebt und wollte einfach meine Erfahrungen mit meinen Freunden und meiner Familie zu Hause teilen. Und da ist ein persönlicher Blog einfach am Besten. Definitiv ist es eine Menge Arbeit und mein Freund verflucht mich schon Hin und Wieder, dass ich so viel Zeit vor dem Rechner verbringe. Aber wenn wir uns dann wieder gemeinsam unsere Geschichten und Bilder anschauen, weiß ich, dass es sich gelohnt hat!

 

imgp1625Wie vereinbarst Du die Arbeit am Blog mit dem Reisen?

Ich versuche einfach meine Leser auf meine Reisen mitzunehmen. Es gibt doch nicht Besseres, als wenn ich zum Beispiel direkt vor der der Felsenstadt Petra stehe und meinen Lesern sagen kann: „Leute, das ist der absolute Wahnsinn. Packt eure Vorurteile weg, habt keine Angst und kommt nach Jordanien.“ Diese Zeit genieße ich oft vor Ort am meisten und nehme meine Leser via Social Media mit. Die Travel Guides schreibe ich dann meistens im Nachgang an meine Reisen, wenn ich meine ganzen Erfahrungen gesammelt und verarbeitet habe. Ab und zu spukt mir jedoch ein Thema so im Kopf herum, dass ich direkt darauf los schreiben muss. Das sind dann meistens die Morgenstunden, die ich auf einem Balkon mit Blick auf die Berge oder das Meer verbringe, in denen ich einfach darauf los schreiben kann, weil mein Freund noch schläft. Der frühe Vogel und so…

Und, macht‘s immer noch so viel Spaß wie am Anfang? Wie hat sich Dein Verhältnis zu Deinem Blog verändert, seit Du begonnen hast?

Spaß macht es auf jeden Fall. Wenn mir das fehlen würde, müsste ich wohl ehrlich zu mir selber sein und lieber damit aufhören. Und natürlich gibt es immer mal wieder Durststrecken, wo man gestresst von der Arbeit kommt und nie im Leben daran denken würde, jetzt noch weiter am Blog „arbeiten“ zu müssen. Die gibt es, definitiv. Aber im Moment bin ich gerade wieder so motiviert, Artikel zu schreiben und Menschen, an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen. Und ganz wichtig ist dabei auch einfach das Feedback von Freunden und meinen Lesern. Wenn ich auf einer Party bin und jemand kommt zu mir und meint, dass sie genau meine Bali-Honeymoon-Route gemacht haben, die ich auf dem Blog empfohlen habe, dann lässt mich das einfach nur strahlen und gibt mir wieder die wichtige Motivation um weiterzumachen. Dieses Feedback ist einfach Gold wert und natürlich nimmt es mittlerweile einen wichtigen Stellenwert ein. Sonst würden wir Blogger wohl nicht als Erstes jeden Morgen unsere Aufrufzahlen vom Vortag anschauen 😉

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Nun noch eine letzte Frage: Wir von Let’s Yalla bieten ja Flüge nur für den nächsten Tag – superspontan also, dafür aber günstig. Kannst Du Dir vorstellen, derart kurzfristig zu verreisen? Und wenn ja, wohin und mit wem?

Ja, ja, ja! Spontane Reisen finde ich super und wenn es dann noch mit dem Job passt… klar, da bin ich dabei! Im Moment schaue ich tatsächlich jeden Abend auf die App und träume von einem Kurztrip. Ziele habe ich definitiv noch genügend. Im Moment würde ich am liebsten nach Island oder Skandinavien fliegen. Zum Beispiel morgen früh den Flug nach Stockholm nehmen, dann mit dem Zug noch ein bisschen Richtung Norden und abends sitze ich dann mit meinem liebsten Travel Buddy, meinem Freund, eingekuschelt auf der Veranda unseres Häuschens und betrachte die Polarlichter. Und am nächsten Tag statten wir dem Weihnachtsmann nochmal einen Besuch in seinem Dorf ab. Ein Traum, der hoffentlich bald in Erfüllung geht!!

Na, wenn das mal keine Motivation für uns ist, schnell-schnell weiterzuarbeiten! Vielen Dank, Maria, für das herzliche Interview. Wer jetzt Lust auf mehr bekommen und nicht sowieso schon auf einen der spannenden Artikel geklickt hat, findet Maria unter…

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