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Interview mit Alexandra – Traveling The World!

Wer bist Du und was machst Du eigentlich den ganzen Tag?

Mein Name ist Alexandra, ich lebe in München und bin 100% reiseverrückt. Nach über zehn Jahren als Redakteurin in einer PR-Agentur und als Redenschreiberin des Vorstands in einem DAX-Konzern arbeite ich heute freiberuflich als PR-Redakteurin, Social Media Managerin und Autorin. Ich habe ein Faible für Südostasien und für Indien, wo ich bereits sieben Mal war. Neben den exotischen Orten dieser Welt liebe ich meine Wahlheimat München. In meiner „reisefreien“ Zeit bin ich u.a. als Autorin für den Blog der Stadt München an den touristischen und weniger touristischen Orten der Isarmetropole auf kulturellen und kulinarischen Streifzügen unterwegs. Ansonsten? Trinke ich meine Latte Macchiato immer extra heiß, steige liebend gerne auf Berge, übe den nach unten schauenden Hund seit neuestem auch auf einem SUP-Board und lese immer mindestens drei Bücher gleichzeitig. Ich fotografiere leidenschaftlich gerne, am liebsten Porträts von Menschen in ihrer Lebensumgebung.

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Es gibt viele Arten zu reisen. Wie reist Du? Worauf legst Du Wert?

Ich habe unterschiedliche Reisestile. Wenn ich länger unterwegs bin, plane ich sehr wenig, lasse die Dinge vor Ort auf mich zukommen, lasse mich treiben. Manchmal habe ich auch noch keine Unterkunft, wenn ich irgendwo ankomme. Das ist anders, wenn ich nur ein paar Tage Zeit habe, dann überlege ich mir im Vorfeld, was ich sehen möchte, buche auch eine Unterkunft im Vorfeld. Ich liebe Soloreisen, das ist für mich die intensivste Art des Reisens, die aber zuweilen auch herausfordernd sein kann, da man auf sich gestellt ist. Ich reise meistens mit dem Rucksack, vor allem, wenn ich in Indien bin, das ist einfach am praktischsten, wenn man mit  Zug und Bus unterwegs ist und vom Bahnhof eine Rikscha in die Stadt nimmt. Mit einem großen Hartschalenkoffer tut man sich da keinen Gefallen. Ich bin aber kein klassischer Backpacker, der in Hostels absteigt. Ich mag schöne, individuelle Unterkünfte, bei Langzeitreisen muss ich natürlich nach meinem Budget schauen. Ich gehe oft in Homestays, gönne mir aber auch schon mal ein Boutiquehotel. Gut essen ist mir wichtig, auch mal einen Tag zu verdaddeln im Café. Ich muss nicht immer auf der Jagd sein nach möglichst vielen Sehenswürdigkeiten.

Ich weiß, es ist unmöglich, nur eins auszuwählen, aber: Erzähl uns von Deinem schönsten Reiseerlebnis!

Eines meiner eindrucksvollsten Reiseerlebnisse war ganz klar die Begegnung mit dem Dalai Lama auf dem Dach der Welt, im indischen Himalaya in Ladakh, nahe der Grenze zu Tibet. Wir waren von Leh aus unterwegs zum Kloster Likir, wo der Dalai Lama am nächsten Tag eine buddhistische Belehrung halten sollte. Auf dem Weg gerieten wir in eine Straßensperre. Und erfuhren, dass in einem der Fahrzeuge des Konvois der Dalai Lama sitzt. Wir folgten dem Konvoi und konnten dabei sein, wie der Dalai Lama in einem Dorf einen Tempel einweihte. Wir saßen nur wenige Meter von ihm entfernt, konnten seine Gestik, seine Mimik hautnah erleben, das war außerordentlich eindrucksvoll, der Dalai Lama lacht viel, scherzt gerne. Einen Tag später hatte ich nochmals Gelegenheit, ihn sprechen zu hören, mit Tausenden von buddhistischen Mönchen und Pilgern vor der gigantischen Kulisse des Himalaya. Eine Szenerie und Atmosphäre, die ich niemals vergessen werde.

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Von Deinen Reiseerlebnissen erzählst Du auch auf Deinem Blog. Wie kam es dazu?

Nach meinem Sabbatical in Indien und Nepal hat mich mein Umfeld immer wieder gefragt, wann ich endlich ein Buch schreiben würde über meine gescheiterten Selbstfindungsversuche bei zweifelhaften Gurus in seltsamen Ashrams, über gerissene Rikschafahrer, und den Flop, den ich bei meinem Projekt „Volunteering“ in Kathmandu erlebte. Die Datei für das Buch ist immer noch leer. Dafür begann ich 2013, meine Reiseerlebnisse in Form persönlicher Geschichten auf einem Blog zu veröffentlichen. Was in einer Nacht- und Nebelaktion entstand, ist heute neben dem Reisen meine größte Leidenschaft, mit der ich meine Reisen noch einmal Revue passieren lasse. Ich tauche noch einmal hinein, in die Farben, Gerüche und Gefühle, die mich begleitet haben. Und hoffe, dass diese meinen Lesern ebenso geht.

Wie vereinbarst Du die Arbeit am Blog mit dem Reisen?

Für mich ist es eigentlich unerheblich, ob ich auf Reisen bin oder zu Hause in München. Als ich vergangenen Winter erneut knapp vier Monate in Indien war, habe ich mir ebenso wie zu Hause, die Zeit genommen, um mindestens einen Blogpost pro Woche zu veröffentlichen. Manchmal waren das Nachtschichten oder ich habe im Zug oder im Flugzeug gearbeitet. Manchmal habe ich mir aber auch einen ganzen Tag herausgeschnitten und mich in ein Café gesetzt und am Blog gearbeitet. Schwierig wird es, wenn das Internet nicht gut funktioniert, so wie während meiner Yogalehrerausbildung in Goa. Ich habe geflucht, wenn ich Sonntags in einem der Strandcafés saß und sich die Fotos wieder einmal nicht hochladen ließen.

Ja, die liebe WiFi-Connection! Nun noch eine letzte Frage: Angenommen, Du bekommst abends einen Anruf: Dein Lieblingsmensch möchte mit Dir verreisen, aber schon morgen früh! Für ein paar Tage weg, nur mit Handgepäck und ohne Planung. Bist Du spontan genug? Und wo solls hingehen?

Und ob ich spontan bin! Mein Rucksack ist immer griffbereit und ich bin geübt im „Last Minute“-Packen, viel brauche ich sowieso nicht, wenn etwas fehlt, kann man es sich unterwegs kaufen. Bei der Frage nach dem Reiseziel hätte ich spontan Bali gesagt, doch für ein paar Tage ist dies vielleicht dann doch ein wenig weit. Ich würde mit dem Lieblingsmenschen nach Marrakesch fliegen, dort war ich 2009 das erste Mal und ich wollte immer wieder einmal zurückkehren. Mich in einem Riad einquartieren, vormittags am Pool liegen mit einem schönen Buch, nachmittags durch die Basare bummeln, von einer Dachterrasse das Treiben am Jemaa Al Fna beobachten, orientalisches Flair aufsaugen, marokkanische Köstlichkeiten genießen.

Alexandra, vielen Dank für Deine Antworten! Für alle Indien-Fans und Selbstfindungs-Fanatiker gibt es noch mehr Informationen über Alexandras Trip auf ihrem Blog Traveling the World – Stories of a Travelista oder unter: 

 

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